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Zurück in die Vergangenheit.

Back to the past.

Es ist zwei Monate her, dass es in unserer Gegend das letzte Mal geschneit hat. Nachdem wir die letzten Powder-Kurven gezogen haben, drehen wir uns im Kreis. Wir blicken zurück, wir durchforsten unsere Fotoarchive, um zu sehen, ob es früher besser war.

Die Tourenbilder von vor genau einem Jahr zeigen, dass die Schneedecke nicht viel dicker war als die heutige. Dann scrollen wir weiter durch die Fotos auf der Suche nach meterdickem Schnee. Plötzlich stoßen wir auf Fotos vom Winter 2022, die aus dem letzten Jahrhundert zu stammen scheinen.

Zurück in die Vergangenheit – La Grave und Courmayeur

Es war Ende Februar 2022, als die Schweizer Skigebiete nach fast zwei Jahren Zwangsschließung überfüllt waren und Arnaud und Lois die Gelegenheit nutzten, eine kleine Reise in die 60er und 70er Jahre zu unternehmen.

Erster Halt war La Grave, ein legendäres Freeride-Ziel. Dieser Ort sieht aus wie ein verlassenes Skigebiet. Es scheint, als ob selbst der Regen die Region in den letzten Jahren verlassen hat. La Grave ähnelt dem stillgelegten Skigebiet Super St-Bernard in der Schweiz. Die Stunde, die man in der Gondel nach oben verbringt, ist fast anstrengender als die Abfahrt. Nach der Ankunft ist ein doppelter Espresso nötig, bevor man sich für eine der schönen Rinnen entscheidet. Die Zeit ist hier stehen geblieben, und so auch die Gruppe Amerikaner vor uns. Eine Stunde warten, bis jeder Seilgefährte seine Marlboro geraucht und die Abseilstelle hinabgestiegen ist. Kein Stress. In diesem Tal nehmen wir uns die Zeit, miteinander zu diskutieren, über den Schneemangel zu sprechen. Wie üblich.

Auf dem Rückweg ist ein kurzer Abstecher ins Aostatal nötig. Auf italienischer Seite besprühen Canadairs den Berg. Ein Waldbrand Mitte Februar. Alles in Ordnung.

Zufällig profitierte Courmayeur von den Resten der Niederschläge, die auf dem Mont Blanc fallen. Dort angekommen, haben wir die Wahl zwischen einer brandneuen Skyway, die uns blitzschnell auf das Mont-Blanc-Massiv bringt, oder einer Gondel aus den 1960er Jahren, die wie ein Bathyscaph von Jaques Piccard aussieht. Da wir wegen des Adrenalins hier sind, entscheiden wir uns für die zweite Option.

Courmayeur bleibt eine der historischen Hauptstädte des Skitourengehens und des Bergsteigens. Die Atmosphäre in diesem Ort ist leicht und man fühlt sich wohl. Das Essen, nicht leicht, ist ausgezeichnet und die Abfahrten in den Nadelwäldern sind trotz des Schneemangels überraschend gut.

Zurück in der Schweiz versprechen wir uns, wiederzukommen.

Übrigens, es hat in den italienischen Alpen 50 Zentimeter geschneit. Sollen wir wieder dorthin fahren?
 

Schönen Winter euch allen :)

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