Auf nach Nepal: Höhenabenteuer von Damien Arnaud

Bild oben: Mathurin Vauthier
Bilder unten: Zian Perrot-Couttet
Nach zwei wundervollen Expeditionen in Südamerika und Indien war es für mich undenkbar, meine Steigeisen irgendwo anders als in Nepal anzuziehen. Für mich ist dieses Land der nächste Schritt und der Heilige Gral für jeden Bergsteiger, ein Land der Legenden, wo die Geschichten der größten Kletterer und Skifahrer zusammenkommen.
Seit zwei Jahren träume ich von der Region Himlung Himal. Sie beherbergt drei Gipfel über 7.000 Meter, von denen zwei für mich von besonderem Interesse sind. Einerseits den Himlung Himal (7.126 m), der als nicht sehr technisch gilt, und andererseits den Nemjung (7.146 m), einen Gipfel, der wegen eines alptraumhaften Gletschers voller Spalten fast nie bestiegen wird. Natürlich reizt mich der Nemjung, der noch nie mit Skiern befahren wurde, besonders.
Der Trek: von Kathmandu zum Basislager

Unsere Berg-„Ethik“ ist einfach: jeweils ein Träger bis zum Basislager, und dann machen wir alles selbst, ohne Sherpa oder feste Seile.
In Koto treffen wir unsere Träger. Als wir die Gegend erkunden, treffen wir auf einen alten tauben Mann, der mühsam Holz trägt. Mit improvisierter Zeichensprache helfen wir ihm, seine Last zu tragen und verbringen den Nachmittag mit ihm. In Frankreich gibt es viele Menschen, mit denen ich dieselbe Sprache teile, aber trotzdem verstehen wir uns nicht. Mit ihm ist es das Gegenteil.


Das Basislager: Luxus, Ruhe und ... Minimalismus.
Als wir das Basislager erreichten, waren wir schockiert: eine regelrechte Kleinstadt mit Schlafzelten, Köchen und jedem erdenklichen Komfort. Es fehlten nur noch die Masseure! Mit unserem kleinen Sturmzelt mittendrin wurden wir schnell als „Sonntagscamper“ bezeichnet, was nicht ganz unwahr ist, aber ich sage lieber, wir seien Minimalisten, das klingt seriöser.





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